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Posts Tagged ‘swarovski crystal pussy

Link | 27. Januar 2010 | no comments | Moderne Zeiten
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Frauen in den mittleren Jahren, Wirtschaftskrise, Botox, Feminismus, Steuerpolitik.
Ein paar Wochen lang wird über die Bo-Tax nachgedacht, eine fünfprozentige Steuer auf bloß kosmetische, medizinisch nicht erforderliche Leistungen plastischer Chirurgen: Facelifts, größere Brüste, Fettabsaugungen, Botox-Injektionen. Die Mehreinnahmen - 5,8 Milliarden Dollar in den nächsten zehn Jahren - sollen zur Finanzierung der Gesundheitsreform beitragen.

„Die meisten Menschen glauben, das sich eine solche Steuer gegen reiche republikanische Hausfrauen richtet“, sagt der Präsident der Amerikanischen Vereinigung der plastischen Chirurgen, „aber das stimmt nicht“. Ein Chirurg aus Santa Monica: Das sei eine feige Steuer. Durch sie würden Menschen belastet, die von niemandem vertreten werden und von denen man wisse, dass sie nicht zugeben wollen, etwas gemacht haben zu lassen. Die erwartbaren Einwände einer Gruppe, die Einkommensverluste befürchtet. Der nicht erwartete Einwand gegen die Bo-Tax kommt von Terry O'Neill, der Vorsitzenden von NOW, der „National Organization for Women": Es handle sich um Frauen-Diskriminierung, gerade jetzt in der Krise. Frauen, die ihren Job verloren haben, trügen sich möglicherweise mit dem Gedanken, sich hübscher machen zu lassen, weil sie daran interessiert seien, mögliche Arbeitgeber zu beeindrucken. Sie brauchen Jobs, nicht wahr? Und in einer Gesellschaft, die Frauen bestraft, wenn sie altern, werden sie sich Botox holen. Oder ihre Lider straffen lassen.

Sollte das Recht auf fairen Zugang zu plastischer Chirurgie zu den Forderungen eines zeitgenössischen Femismus gehören? Aber ja, sagt O'Neill. Wir leben in schlimmen Zeiten, und Frauen in einem bestimmten Alter sind am schlimmsten dran. Sie haben auf Einkommen und Karrierechancen verzichtet, um Kinder groß zu ziehen; sie pflegen ihre alten und kranken Eltern, statt voll ranzuklotzen; und sobald es ans Kündigen geht, haben die Leute mit einem hübscheren, also jüngeren Aussehen die größeren Chancen, ihren Job zu behalten. Ach ja: Die gegenwärtige Rezession hat bisher vor allem Männerjobs gekostet; umso wichtiger also, dass die Frauen mittleren Alters, die noch Jobs haben, diese behalten: Sie ernähren die Familien. Also: Sollen wir uns darum kümmern, die Oberflächlichkeit der Gesellschaft zu kritisieren? Oder sollen wir uns darum kümmern, dass Frauen nicht rausgeschmissen werden? In einer Wirtschaft, die so ist wie die unsere, können ein jüngeres Gesicht und ein strafferer Körper so entscheidend sein wie ein guter Lebenslauf.

Alexandra Suich, sie war einmal bei der NOW's Young Feminist Task Force, sie hat ihr Yale-Studium 2008 abgeschlossen, sie ist also deutlich jünger als O'Neill, die 57 ist, kann dem Kampf einer feministischen Organisation gegen die Besteuerung der Schönheitschirurgie nichts abgewinnen: "Sobald sich Frauen in einer Debatte über plastische Chirurgie verfangen, bringen sie sich um Gelegenheit, für die wahren (nicht die kosmetischen) Rechte von Frauen zu kämpfen. Und sie schicken an die jungen Frauen eine falsche Botschaft darüber, was die Substanz und das Wertesystem des Feminismus sind. Dem Feminismus geht es darum, eine diskriminierende Gesellschaft zu bekämpfen – nicht darum, die Diskriminierung zu akzeptieren und es den Frauen bloß erschwinglicher zu machen, vor ihr zu kapitulieren. Jungen Frauen sollte vermittelt werden, dass man sie für ihre Arbeit und ihre Fähigkeiten schätzen kann, nicht für Brüste und glatte Haut. Wenn die Veteraninnen des Feminismus ihre Prinzipien aufgeben, wie können sie dann von jungen Frauen erwarten, dass sie sich ihrer Sache anschließen?"

Laurie Lessig, der bei True/Slant ein Weblog namens "Class Warfare" hat und an einem Buch schreibt, das im Frühjahr 2010 erscheint und als "eine Kritik des Neoliberalismus am Beispiel der plastischen Chirurgie" angekündigt wird: Die Bo-Tax sei, wieder einmal, eine Steuer, unter der jene leiden müssten, die von der Politik ohnehin nicht vertreten würden - die arbeitenden Klassen und die Frauen. Plastische Chirurgie sei eben nichts mehr, was sich nur die Wohlhabenden kaufen würden, sondern ein Massenmarkt. Frauen, die sich operieren lassen, sind nicht dumm, sondern vernünftige ökonomische Akteure, die verstanden haben, dass besseres Aussehen zu größerem Erfolg auf dem Arbeits- und auf dem Liebesmarkt führt. Und: Was heißt schon "nicht notwendig"? Wenn ein Facelift dafür führt, dass der Ehemann seine finanziellen Beiträge nicht einstellt, ist er dann etwa nicht notwendig? Im übrigen sei für den Boom der plastischen Chirurgie auch das Kreditwesen mitverantwortlich - all die problemlos vergebenen Kredite für Boob-Jobs, an denen die Banken verdient haben. Man könnte sich lustig machen darüber, dass jemand dafür Schulden macht, sagt Lessig, aber, hey, was das Schuldenmachen und das Leben auf Kredit betrifft, gibt es nicht viele, denen man Durchblick attestieren kann, nicht wahr? Für Hollywood-Schauspielerinnen ist es keine großes Sache, ein paar Tausend Dollar für ein Aussehen auszugeben, das sie im Geschäft hält. Für alle anderen Frauen schon.

Ende Dezember wurde die Bo-Tax fallen gelassen. Und durch eine zehnprozentige Steuer für Sonnenstudios ersetzt. Sie soll dem Staat 2,7 Milliarden Dollar in den nächsten zehn Jahren bringen. Gegen die Sonnenstudiosteuer protestierten, aus leicht verständlichen Gründen, Politiker aus Alaska. Und eine kalifornische Sonnenstudiobesitzervereinigung, die auf den Umstand verwies, dass die meisten Sonnenstudios von Frauen betrieben werden.

[1] NYT: A Tax on Nips and Tucks Angers Patients, Surgeons

[2] NYT: Bo-Tax Backlash

[3] The Nation: Feminism's face-lift"

[4] True/Slant: Why cosmetic surgery shouldn’t be taxed

[5] NYT: A Tax Beyond the Pale?

[6] NYT: You’re Going to Pay for That Tan

Link | 12. Januar 2010 | no comments | Moderne Zeiten
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Das Elend von Übergrößenläden.

Link | 1. Januar 2010 | no comments | Moderne Zeiten
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Between the tiny Dakotan hamlets of Meadow and Glad Valley lies the McFarthest Spot: 107 miles distant from the nearest McDonald’s, as the crow flies, and 145 miles by car!
Weather Sealed > Where The Buffalo Roamed, eine Landkarte mit jedem McDo in den U.S.A.

Link | 2. Oktober 2009 | one comment | Moderne Zeiten
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na dann
"The water was poured 183 times -- there were 183 pours," the official explained, adding that "each pour was a matter of seconds."
Die Fox News stellen etwas richtig. Bitte beachten Sie auch die Kommentare. Was a matter of seconds ist, können Sie bei Christopher Hitchens ansehen. Falls Sie können.

Link | 29. April 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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die fürsorglichkeit der folterer
Fluid requirement: 35 ml/kg/day. This may be increased depending on ambient temperature, body temperature, and level of activity. Medical officers must monitor fluid intake, and although detainees are allowed as much water as they want, monitoring of urine output may be nessecary in the unlikely event that the officers suspect that the detainee is becoming dehydrated.
American Civil Liberties Union > Bush Administration Torture Memos

Link | 22. April 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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status update
du träumst. vie de merde, das bessere facebook

Link | 1. April 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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derivative
From the perspective of an architecture and design blogger, it can't help but feel a bit like the easy money days of the derivatives market: you wait till someone else pays for a photographer to document something, and then you jump in and skim ad revenue off of that transaction.
The value of your website is derived value; if the magazine photography economy were to collapse, so would your third-party ability to extract revenue from it.
bldgblog > Photography, rights, media: Die NYT sagen einem recht kommerziellen Weblog, es soll sich seine Fotos verdammt noch mal selbst machen, statt die von der NYT abzugreifen. Das Weblog sagt: Wir zitieren doch bloß. Leser des Weblogs sagen: come on, zitieren geht anders, die NYT haben da Recht. Ein anderes Weblog (das hier verlinkte) macht sich Gedanken darüber. Dessen Autor, früher mal senior editor bei einem Architekturmagazin, erzählt von der Mail eines Architekturbloggers (der sein Weblog mit Fotos füllt, die von anderen beauftragt und bezahlt wurden), in der dem Architekturmagazin der Klau von Fotos vorgeworfen wurde (für die das Architekturmagazin bezahlt hatte), weil diese Fotos schon auf Websites erschienen waren.

Link | 24. März 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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600 media reporters picking up their phones
Report it out, or shut the fuck up

Link | 24. März 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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frozen
100 kilos of gold bricks bought by Gagosian Gallery for CHRIS BURDEN: One Ton One Kilo was purchased from Stanford Coins and Bullion, a subsidiary of Stanford Financial Group, which as widely reported in the press, is now in receivership. Unfortunately, the gallery's gold has been frozen while the SEC investigates Stanford.

CHRIS BURDEN: One Ton One Kilo cannot be mounted until the gold bullion is released. Please continue to check our website for a new opening date.
Gagosian Gallery > Chris Burden: One Ton One Kilo

Link | 17. März 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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nothing but whiteness
Wir denken, Zeit und Wahlen könnten unsere gefallene Welt wieder läutern, aber das tun sie nicht. Seit November, so scheint uns, kamen uns George W. Bush und seine Regierung immer schneller abhanden [...]. Und auch die Wendung vom “Krieg gegen den Terror” - lange die Erkennungsparole jener Regierung und gerne von dem Mann verwandt, der Stolz daraus bezog, ein “Präsident in Kriegszeiten” zu sein - klingt mittlerweile, als ließe sie sich nur noch zwischen Anführungszeichen vortragen, wie etwas Fragwürdiges, ein wenig Peinliches - wie etwas aus der Vergangenheit. Und doch: Die Entscheidungen, die jener Präsident gefällt hat, vor allem die monumentalen Entscheidungen nach den Angriffen vom 11. September 2001 - Entscheidungen über Überstellungen, Überwachung, Verhörprozeduren - spuken immer noch in unserem Leben wie gerade Gestorbene, die man noch nicht begraben hat.

Wie sollen wir über all das zu sprechen beginnen? Vielleicht mit einer Geschichte. [...] Zum Beispiel: Als ich aufwachte, war ich nackt und an ein Bett gefesselt, in einem sehr weißen Raum. Der Raum war ungefähr vier mal vier Meter groß. Der Raum hatte drei feste Wände, die vierte bestand aus Metallstäben, die ihn von einem größeren Raum trennten. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich in dem Bett blieb…

Ein Mann, namenslos, nackt, an ein Bett gefesselt, [...] in einem weißen Nichts.

Der diese Geschichte erzählt, ist ein Mann unserer Zeit. Früh im “Krieg gegen den Terror”, im Frühjahr 2002, betrat er das dunkle Reich der “Verschwundenen” - und erst viereinhalb Jahre später, als er und dreizehn andere high-value detainees ihre Geschichten in Guantánamo Vertretern des Internationalen Komittees vom Roten Kreuz erzählten [...] fiel wieder ein wenig Licht auf ihn.
The New York Review of Books, 9. 4. 2009 > Mark Danner: US Torture: Voices from the Black Sites. Lange, beunruhigende Geschichte über die enhanced techniques bei den Verhören von (Nicht-)Kriegsgefangenen im Krieg gegen den Terror, mit Auszügen aus einem vertraulichen Bericht des IKRK. [siehe auch die NYRB-Pressemitteilung (pdf)].

Reaktionen: Google-News
Website: Mark Danner

Link | 16. März 2009 | 2 comments | Moderne Zeiten
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where did all the money go?
Flowing Data, 13.3.2009 > 27 Visualizations and Infographics to Understand the Financial Crisis

Link | 16. März 2009 | one comment | Moderne Zeiten
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it is what it is
Tent cities — much like the “Hoovervilles” of the Depression — have sprung up elsewhere around the country. But Sacramento, with one of the highest foreclosure rates, has one of the biggest, with a population of “easily 300,” said Rob Fong, a Sacramento city councilman, and it is “definitely growing.”
“It’s an unfortunate sign of the times,” he said.
NYT, The Lede, 11.3.2009 > Katherine Q. Seelye, Sacramento and Its Riverside Tent City über eine Zeltstadt ohne Wasser, Strom etc., in der Krise schnell wachsend.

Link | 13. März 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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schleifen, nichts als schleifen
- Es ist schon wieder was passiert.
- Ich war dabei.
- Nicht wahr! Was haben Sie dort unten gemacht? Und warum sitzen Sie schon wieder hier? Sie müssen doch fertig sein mit Ihren Nerven.
- Nein, natürlich bin ich hier gelieben. Aber es war, als wäre ich dort gewesen. Verkehrsstaus, Ratlosigkeit, keiner weiß was, zuerst in der Idylle, dann im tristen Industriegebiet. Auch die Nachbarn nicht.
- Wovon reden Sie?
- Twitterströme. Kennen Sie nicht?
- Dass Sie sich nicht schämen!
- Man will doch wissen. Sie nicht?
- Dass man sich im Blutdurst gleich ins Auto setzt und lauter Blutdurstige die Ortseingänge blockieren? Dass wusste ich schon. Nichts geschah, was nicht vorher schon geschehen ist.
- Man kann das Nichts jetzt schneller durchgeben.
- Als ob das Nichts auf 140 Zeichen einen Platz hätte.
- Aber hallo! Seit wann kennen Sie sich so gut aus mit den neuen Medien?
- Man sollte wissen, wovor man in Deckung gehen muss. Sie nicht?
- Immerhin waren sie wieder einmal schneller als der Westen und die Belgier. Haben Sie übrigens gewusst, dass auch Al Tschassira vom Fritzlprozess berichten wird?
- Ja sicher: We are the world.
- Da sagen Sie was.
- Irgendwann werden sie Katastrophen-Plug Ins für die Twitterfeeds erfinden. Dass jedes Mal der Computer schreit, wenn wieder was passiert ist.
- Vorsicht! Wir haben uns doch geschworen, dass wir beide nie mehr über Geschäftsideen reden, sonst werden sie gleich wieder verwirklicht.
- Aber das wär’s doch! So wie der Stern-Bundesligaticker, der jedesmal jubelt, wenn ein Tor fällt, auch wenns für Cottbus ist. Da braucht man dann nur noch hinschauen, wenn der Computer jubelt. Man könnte doch so einen Amoklaufticker programmieren, der bei jedem Toten ...
- Sie sind ein Zyniker.
- Ich doch nicht.
- Was haben Sie denn jetzt gestern erfahren?
- Dass die Twitteranten schnell sind. Dass sie schneller nichts wissen als die anderen, die alle auch nichts wissen.
- Und deswegen sind Sie gestern vor ihrem Rechner gesessen?
- Man muss irgendwas tun, wenn etwas passiert ist. Außerdem ist es wie bei jeder neuen Waffentechnik. Man mag wissen, wie genau sie zielen im Vergleich mit den Waffen, die es schon gbt.
- Und?
- Jede Menge Kollateralschaden. Einer hat am Ende des Tages durchgegeben, dass er Rucola mit Ziegenkäse gebraucht hat, danach überbackene Auberginen mit Hackfleisch/Kräuterfüllung. Und die Kollegen vom Focus, dass sie für die Übernachtung zwei Zahnbürsten bewilligt bekommen haben. Aber das ist wieder gelöscht worden, wegen grundsätzlicher Bedenken.
- Aber stellen Sie sich vor, die machen am Morgen danach mit Mundgeruch ihre Hinterbliebeneninterviews. Oder taugen nichts mehr als Duo, weil sie einander im Frühstücksraum so anstinken.
- Journalisten stinken einander nicht an, keine Sorge.
- Da haben Sie den Niggemeier nie gelesen.
- Ach der Niggemeier.
- Na, sehen Sie.
- Ja eh.
- Mord ist eben eine Gelegenheit. Für die einen, schneller zu sein, für die anderen, Schnelligkeit in Frage zu stellen.
- Und was tun Sie?
- Dasselbe. Ekelig, ich weiß.
- Haben Sie denn gar nichts mitgenommen von gestern?
- Den Polizeipsychologen in der Sondersendung, als er über die Einübung von Empathie gesprochen hat.
- Nicht wahr!
- Ich schwör’s, hat er gesagt. Einübung von Empathie.
- Ein Polizeipsychologe!
- Das hat auch mir zu denken gegeben.
- Vielleicht sollte man die Polizei Empathieeinübungskurse veranstalten lassen. Für die Zukunft.
- Es ist doch schon alles geschehen.
- Es ist immer schon alles einmal geschehen.
- Na sehen Sie.
- Ich habe Ihre Rechthaberei nie leiden können.
- Ohne Rechthaberei kommen Sie aber auch nicht weiter.
- Als ob man immer wohin müsste.
- Ich befürchte, da haben Sie gar keine Wahl.
- Schleifen, nichts als Schleifen.
- Was schlagen Sie vor?
- Wem?
- Wie wem?
- …
- Es fällt Ihnen also auch nichts ein.
- Gestern ist mir wieder eingefallen, was ich nach dem vorletzten oder vorvorletzten Amoklauf gelesen habe. Wie die Leichen dagelegen haben hinterher auf dem Tatort. Und wie dann in ihren Taschen die Handys zu klingeln begonnen haben, weil noch Angehörige und Freunde angerufen haben, die noch nicht wussten, dass ihr Anruf nicht mehr beantwortet werden wird. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, in irgendeinem Artikel, in dem ein Polizist Auskunft über seine Erlebnisse gegeben hat.
- Und?
- Das habe ich mir gestern wieder vorstellen müssen. Wie in diesem Klassenzimmer dauernd noch Telefone läuten. Oder auch nicht. Weil man ja in einem Klassenzimmer das Telefon nicht angeschalten haben darf. Aber eines hat vielleicht geläutet. Weil das Kind es auszuschalten vergessen hat.
- Und?
- Nichts. So etwas wird man eben nie wieder los.
- Sie vielleicht nicht.
- Sie?

Link | 12. März 2009 | 2 comments | Moderne Zeiten
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twitterschüttler

Link | 11. März 2009 | one comment | Moderne Zeiten
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eat in two shifts, on three borrowed plates
“It really hurt me the other day,” he added. “My son came home and asked, ‘Are we homeless’? I didn’t know what to say.”
NYT, 11.3.2009 > Erick Eckholm: Motel Rooms Become Home for Some, bedrückende Geschichte über Kalifornier, die ihre Häuser in der Krise verloren haben.

Link | 11. März 2009 | no comments | Moderne Zeiten
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