VAGUE.



Miles Davis: Berlin 1973 from Jamie Wightman on Vimeo.



Link | 20. September 2010 | no comments | Empfehlungen
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Lesen, Schreiben [2]

Seit Tagen denke ich über das Wort Vaselintitten nach. Können Sie mir sagen, was Vaselintitten sind?

Authentizität, my ass!

Die kultivierteren Erwachsenen haben die Kinder lieber, die die Erwachsenen nicht leiden können. Das ist fast so etwas wie ein Erziehungsideal: dass Kinder mit einer talibanmäßigen Verachtung für ihre Eltern herumlaufen.

Helene Hegemann, ich fühle mich so betrogen von dir, wenn sich herausstellt, dass du gar nicht im Berghain warst.

(Ich könnte mir vorstellen, dass es für copy & paste eigentlich schon reicht, im Berghain gewesen zu sein. Weiß ich aber nicht so genau, war ja noch nie im Berghain. Sitz' ja immer zu Hause herum. Du bist so ein Höhlentier, hat mir vorgestern eine am Telefon gesagt.)

(Womit ich nichts gegen das Berghain gesagt haben wollte.)

(Die Plagiatsbeweisführung fand ich schwerelegant anmoderiert: dass im Berghain doch die härteste Tür der Stadt ist & deswegen da eine 16-jährige gar nicht reinkommen tut.)

Türsteher, my ass!

Sind Sie denn nicht froh, wenn es 17jährige gibt, die Maurice Blanchot lesen? Ich sehr. Obwohl es mir auch ein wenig Angst macht.

Und wie cool ist das denn, dass die Kopieren & Einfügen-Generation so superphilologisch drauf ist! Da wird einem gleich viel weniger bange um die zukünftigen historisch-kritischen Ausgaben.

Wie fix einem in den letzten paar Tagen die subtilen Unterschiede zwischen [a] Plagiat [b] Remix [c] Sampling erklärt wurden. Fazit: So, wie du das gemacht hast, Helene, geht das nicht.

Und wie cool ist das denn, dass du Lines ziehen, rumficken etc. pp. darfst, aber nicht abschreiben! Da wird einem gleich viel weniger bange, was den Respekt vor der Würde des Wortes betrifft.

Böse sein, das Ranking: 1. Abschreiben. 2. Volksbühnendramaturgenvater haben. 3. In dieser Künstlerblase großgeworden sein. 4. Siebzehn. 5. Fünfzigjährige Feuilletonisten (hab' ich schon gesagt, dass ich 50 bin?)

Dass man Helene Hegemann-Fotos jetzt nicht mehr mit Gedanken "krass, was die schon alles hinter sich hat" anschauen kann.

Echtheit, my ass!

Den Menschen, der auf der Facebook-Seite Maxim Billers nachgesehen haben muss, ob er Hegemann pére nicht doch kennt, kann man sich auch besser vorstellen, als man möchte.

Kopieren ist so viel leichter als Einfügen.



Link | 11. Februar 2010 | 11 comments | Journal
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Warum sage ich das alles?

BHL bei seiner Selbst-Tortung:

BHL : DE LA GUERRE EN PHILOSOPHIE (extrait).
Ou bien encore Kant, le prétendu sage de Königsberg, le philosophe sans vie et sans corps par excellence, dont Jean­-Baptiste Botul a montré, au lendemain de la Seconde Guerre mondiale, dans sa série de conférences aux néo-kantiens du Para­guay que leur héros était un faux abstrait, un pur esprit de pure apparence - et cela à deux titres au moins: le concept de monde nouménal où s’entend l’écho d’une jeu­nesse spirite, vécue parmi les ombres et les limbes, dans un royaume d’êtres énig­matiques et accessibles par la seule télépa­thie; l’idée, ensuite, des catégories de l’entendement, la manie du transcendan­tal, l’obsession de catégories rigides fonc­tionnant comme un corset et qui semblent parfois là pour contenir une folie souter­raine, donner forme au flux chaotique des sensations, faire barrage à la confusion mentale dont les biographes savent, aujourd’hui, qu’elle le menaçait plus qu’aucun autre - Kant, ce fou furieux de la pensée, cet enragé du concept, dont toute la Critique de la raison pure pourrait se lire, dans ce cas, comme le récit d’un drame intime, une autobiographie secrète et cryptée…Pourquoi est-ce que je dis tout cela ? ….

[Auch hübsch zu lesen: Wie damals, als die deutsche Übersetzung von Das sexuelle Leben des Immanuel Kant erschien, in der Zeit besprochen wurde: Wetzel sieht den bereits 1947 verstorbenen, weithin unbekannten Botul dabei als Vorläufer französischer Denker wie Levi-Strauss, Devereux und Lacan und bescheinigt ihm umfassende Kenntnisse der Psychoanalyse. Botuls Interpretationen erscheinen Wetzel insgesamt als ein gelungenes "faszinierendes Beispiel für einen dekonstruktiven Einsatz psycho- und kulturanalytischer Relektüren der Philosophie"]



Link | 10. Februar 2010 | 10 comments | Rückhand
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And Holden Caulfield himself, in my undoubtedly super-biassed opinion, is essentially unactable. A Sensitive, Intelligent, Talented Young Actor in a Reversible Coat wouldn't nearly be enough. It would take someone with X to bring it off, and no very young man even if he has X quite knows what to do with it. And, I might add, I don't think any director can tell him.
Letters of Note > Holden Caulfield is unactable



Link | 29. Januar 2010 | no comments | Weg
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Loudness War

Falls Sie sich gefragt haben, warum Musik nicht mehr klingt, und falls Sie alt genug sind, nicht mehr so klingt, wie Sie einmal geklungen hat, Ihrer vagen Erinnerung nach, finden Sie vielleicht hier eine Antwort: NPR > The Loudness Wars: Why Music Sounds Worse. Zusammengefasst lautet Sie: Sie sollen geprügelt werden, und dafür muss die Musik daran glauben.



Link | 27. Januar 2010 | no comments | Infamien
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Posts Tagged ‘swarovski crystal pussy



Link | 27. Januar 2010 | no comments | Moderne Zeiten
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Wie hoffnungslos eine Welt sein muss, die so viele Hoffnungen auf ein Apple Tablet zu setzen bereit ist.



Link | 27. Januar 2010 | 2 comments | Geister
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“Come on, Mr. Jacobs,” he said.

Diese beiden Geschichten über Sterbehospize in amerikanischen Gefängnissen:



Link | 26. Januar 2010 | no comments | Lebensläufe
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Link | 26. Januar 2010 | no comments | Kurbad
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Abbildung

Allan Sekula
Farmer threshing grass at abandoned airport used by CIA for transport of clandestine "high value" terrorism suspects.
Szymany, Poland, July 2009
Chromogenic print
48 x 48 inches



Link | 16. Januar 2010 | no comments | Abb.
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Heilige Familie



Link | 15. Januar 2010 | one comment | Infamien
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8:31 Uhr: Nun bin ich wach.

9:06 Uhr: Nun bin ich völlig wach.
9:34 Uhr: Jetzt bin ich tatsächlich wach.

[Wikipedia > Clive Wearing
New Yorker > Oliver Sacks: The Abyss]



Link | 15. Januar 2010 | no comments | Lebensläufe
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Sammler aus Linz

Sammler aus Linz, von Kubin empfohlen, 50 Jahre, riesig, turmartige Bewegungen, wenn er längere Zeit schweigt, beugt man den Kopf, da er ganz schweigt, während er sprechend nicht ganz spricht, sein Leben besteht aus Sammeln und Koitieren. Sammeln: Mit einer Sammlung von Briefmarken fieng er an, gieng dann zur Graphik über, sammelte dann alles, sah dann die Nutzlosigkeit dieser sich niemals abrundenden Sammlung ein und beschränkte sich auf Amulette, später auf Wallfahrtsmedaillen und Wallfahrtsblätter von Niederösterreich und Südbayern. Es sind dies M. und Bl. die separat für jede Wallfahrt neu aufgelegt werden, im Material und auch künstlerisch meist wertlos sind, oft aber gemütliche Darstellungen enthalten. Darüber fieng er nun auch fleißig zu publicieren an undzwar zum erstenmal über diesen Gegenstand, für dessen Systemisierung er erst die Gesichtspunkte feststellte. Natürlich empörten sich die bisherigen Sammler dieser Dinge, die es versäumt hatten zu publicieren, mußten sich dann aber doch zufrieden geben. Jetzt ist er anerkannter Sachverständiger für diese Wallfahrtsmedaillen, aus allen Gegenden kommen Bitten um Bestimmung und Begutachtung dieser Medaillen, seine Stimme gilt. Im übrigen sammelt er auch alles andere noch, sein Stolz ist ein Jungferngürtel (Scapulier?), der wie auch alle seine Amulette auf der Dresdner hygienischen Ausstellung ausgestellt gewesen ist. (Jetzt war er eben dort und hat alles zum Transport verpacken lassen) Dann ein schönes Ritterschwert vom Falkensteiner. Mit einer schlechten nur durch Sammeln erreichbaren Klarheit verhält er sich zur Kunst. Aus dem Kaffeehaus im Hotel Graf führt er uns in sein überheiztes Zimmer hinauf, setzt sich aufs Bett, wir auf 2 Sessel um ihn, so daß wir eine ruhige Versammlung bilden. Seine erste Frage "Sind sie Sammler?" "Nein nur arme Liebhaber." "Das macht nichts." Er zieht seine Brieftasche und bewirft uns förmlich mit Exlibris, eigenen und fremden, untermischt mit einem Prospekt seines nächsten Buches "Zauberei und Aberglaube im Steinreich". Er hat schon viel geschrieben, besonders über "Mutterschaft in der Kunst" den schwangeren Körper hält er für den schönsten, er ist ihm auch am angenehmsten zu vögeln. Auch über Amulette hat er geschrieben. Er war auch in Stellung in den Wiener Hofmuseen, hat Ausgrabungen in Braila an der Donaumündung geleitet, ein nach ihm benanntes Verfahren zum Binden ausgegrabener Vasen erfunden, ist 13faches Mitglied von gelehrten Gesellschaften und Museen, seine Sammlung ist dem Germanischen Museum in Nürnberg vermacht, oft sitzt er bis 1 oder 2 Uhr an seinem Schreibtisch in der Nacht und um h 8 früh wieder. Wir müssen etwas in das Stammbuch einer Freundin eintragen, das er auf die Reise mitgenommen hat, um es füllen zu lassen. Selbstproducierende kommen an den Anfang. Max trägt einen komplicierten Vers ein, den Hr. P. mit dem Sprichwort "auf Regen kommt Sonnenschein" zu übersetzen versucht. Vorher hat er es mit einer hölzernen Stimme vorgelesen. Ich schreibe:

Kleine Seele

springst im Tanze u. s. w.

er liest wieder laut, ich helfe, schließlich sagt er: "Ein persischer Rythmus? Wie heißt das nur? Ghasele? Nicht?" Da können wir nicht zustimmen und was er meint, auch nicht erraten. Endlich zitiert er ein Ritornell von Rückert. Ja also Ritornell hat er gemeint. Das ist es allerdings auch nicht. Gut, aber einen gewissen Wohlklang hat es. Beim Weggehn zerwirft er das Bett, damit es vollständig sich der Zimmerwärme angleiche, außerdem ordnet er weiteres Einheizen an. –

The Kafka Project > Diaries and Travel Diaries > Heft 4



Link | 15. Januar 2010 | no comments | Lebensläufe
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Take Part > What You Can Do to Help in Haiti [amerikanische Links]



Link | 14. Januar 2010 | no comments | Empfehlungen
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Geboren wurde Horsley 1962 in Wales, von einer Bohémienne, die sich in Pantoffeln und rosa Federboas kleidet und den Kindern Oscar Wilde vorliest. Sonst schenkt sie ihnen keinerlei Aufmerksamkeit, bestenfalls lässt sie sich von demjenigen ihrer Kinder begleiten, das am besten zu rotem Samt passt.
NZZ > Manuel Gogos: Kraterlandschaft mit gefallenen Engeln
Sebastian Horsleys Autobiografie im Kontext der Kulturgeschichte des Dandys



Link | 14. Januar 2010 | no comments | Sensorium
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NY Magazine > Vogue Staffers Told to Ride the Subway



Link | 14. Januar 2010 | no comments | Druck
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