VAGUE.



Manchmal versuche ich mir den Menschen vorzustellen, der Seiten wie das Winterwunterland betexten muss & wie ihm wuscheliger Puzzlespaß und verführerische, sportliche und sinnliche Düfte für Sie einfällt & wie er nachts irgendwo sitzt mit seiner Sie & ihr etwas erzählt über den Unterschied zwischen Exklusionisten und Inklusionisten & die Partei der Inklusionisten ergreift, denn er hat etwas gegen Hochmut, und es gibt ihm Hoffnung & sie lässt ihn machen, weil er das braucht, das hat sie schon mitbekommen in den drei Monaten, dann gehen sie nach Hause in seine Wohnung nach Friedrichshain & schlafen miteinander & er ist ganz glücklich, kann es aber so gut nicht sagen & nachts, wenn er aus dem Schlaf hochfährt, schleicht er sich, so leise er kann, um sie nicht zu wecken (hat etwas von Romy Schneider, wie sie da schläft, Mondlicht auf ihrer hohen Stirn; vielleicht auch Yvonne Catterfeld, das allerdings…), in die Küche, klappt den Rechner auf & geht die Löschkandidaten durch & immer wieder versucht, einzugreifen & dann doch nicht, ach was, lass doch



Link | 1. Januar 2010 | Lebensläufe