VAGUE.



brinkmann

Der Essay ›Wie ich lebe und warum‹ besteht aus einer Serie von Fotos, die Brinkmanns nähere Lebensumgebung, das vermeintlich Private, Ende der sechziger Jahre in Köln, wie seine Wohnung, zeigen. Banal, schmuddelig, trostlos. Die Bilder zeigen einen Alltag, dessen Sinn, ›warum‹, den Lesern zum Geschenk gemacht wird: Da könnten sie selbst darauf kommen. Es geht nicht um die Verwandlung relativ trostlosen privaten Lebens eines Autors in Kunst; als ›Fotostrecke‹, Foto-Essay, verschiebt der Text die philosophisch-existentialistische Frage des Titels auf die Ebene eigensinnig künstlerischer Produktion. Das ist das ›Anfangen‹, der schreibende Anfang von Brinkmann, den er in den Tonbandaufzeichnungen “Die Wörter sind böse” als etwas Schönes bezeichnet.«
Quelle: Schröder & Kalender (taz), 5.3.2009 > Wie ich lebe und warum

Link | 9. März 2009 | Geister