TERENCE KOH, AFTER DARK (2007)
After Dark maps obscure public spaces downtown that are known to be havens for sexual and promiscuous gestures. The artist Terence Koh claims to have personally tested each of these sites in researching this map. Get Lost: Terence Koh
A social democracy of fear is something to fight for.Langer, interessanter, guter Text darüber, warum Sozialdemokratie wohl so beängstigend für Menschen in den USA ist. Und wie sie argumentieren könnte, um es nicht mehr zu sein. [ & dass das ein Text nicht nur über eine mentale Ausgangslage in den USA ist, merkt man beim Lesen schon selbst ]: NYRB > Tony Judt: What Is Living and What Is Dead in Social Democracy?
Die Nuller.
Ende Dezember träumte ich von einer Frau, die mir Fotos aus China zeigte, auf denen man Knuths Vater sah, wie er auf einem Fahrrad saß, Bambuskörbe mit Dim Sums transportierend.
Das Elend von Übergrößenläden.
twombly
Die intellektuelle Elite glaubte über viele Jahre, der Erfüllung eines zutiefst menschlichen Bedürfnisses immer näher zu kommen: dem Wunsch nach der Beherrschbarkeit der Welt, die uns umgibt. Dieser Wunsch gründet sich auf das Problem der Geworfenheit in die Welt, ist also zeitlosManchmal versuche ich mir Sascha Lobo vorzustellen, aber es gelingt mir nie.
Anne Waldman: Fast Speaking Woman [mp3]
[... Sitting at the bar with Draper is another man, perhaps slightly younger, reading Frank O'Hara's "Meditations in an Emergency,"...]
[new filmkritik > lesen, lesen, lesen]
Manchmal versuche ich mir den Menschen vorzustellen, der Seiten wie das Winterwunterland betexten muss & wie ihm wuscheliger Puzzlespaß und verführerische, sportliche und sinnliche Düfte für Sie einfällt & wie er nachts irgendwo sitzt mit seiner Sie & ihr etwas erzählt über den Unterschied zwischen Exklusionisten und Inklusionisten & die Partei der Inklusionisten ergreift, denn er hat etwas gegen Hochmut, und es gibt ihm Hoffnung & sie lässt ihn machen, weil er das braucht, das hat sie schon mitbekommen in den drei Monaten, dann gehen sie nach Hause in seine Wohnung nach Friedrichshain & schlafen miteinander & er ist ganz glücklich, kann es aber so gut nicht sagen & nachts, wenn er aus dem Schlaf hochfährt, schleicht er sich, so leise er kann, um sie nicht zu wecken (hat etwas von Romy Schneider, wie sie da schläft, Mondlicht auf ihrer hohen Stirn; vielleicht auch Yvonne Catterfeld, das allerdings…), in die Küche, klappt den Rechner auf & geht die Löschkandidaten durch & immer wieder versucht, einzugreifen & dann doch nicht, ach was, lass doch
Die letzte Erinnerung an sie: fünf, sechs, sieben Jahre her. Ich saß auf einer Bank und schaute den Schiffen auf der Elbe nach. Plötzlich drehte sie sie um, ich hatte sie auch davor schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen, sie sah gut aus, wie geht's dir, geht's dir gut, erzählte, dass das mit ihrem Mann vorbei war, ging nicht mehr, neinnein alles gut, dass ich jetzt viel radfahren würde, werde ich ihr erzählt haben, mein Outfit erklärend, diese Radhose, in der man aussah, als würde man bei einem Pornocasting vorsprechen wollen, guter Arsch, sagte sie, sagte ja immer solche Sachen, um einen aus der Reserve zu locken, aber wehe, man ließ sich täuschen davon, wenn man sie kannte, wusste man, das war ein Test, ob man sie aushielt, alles nur Polsterung, sagte ich, nein wirklich, sagte sie, muss jetzt weiter, meine Mutter besuchen (aber vielleicht täusche ich mich & ihre Mutter war damals schon tot), ging dann, ich schaute noch ein wenig auf die Elbe, später werde ich (oder auch nicht) erzählt haben, dass ich sie getroffen hatte, stell dir vor, wen ich heute getroffen habe. Dann: eine Email, Gehirntumor, zu spät diagnostiziert, nichts mehr zu machen.
Drei Monate später kam es mir vor, als wäre ich in New York gewesen, nur um Where the Wild Things Are zu sehen.

Stille, bis das erste Wort in sie fiel.