VAGUE.



medizinisch nicht notwendige leistungen

frischeparadies, hamburg-st.pauli Als er wieder einmal foie gras brauchte, ging ihm auf, dass die Waren für die besseren Stände immer häufiger verpackt wurden, als wären sie Medizin: verschweisst, vakuumverpackt, Vertrauen erweckende Folien, die man in der Gewissheit abzog, dass keine Proletenhände das eigene Leben je anfassen würden, weiß wie ein dicker Frotteebademantel im Ayurveda-Spa, die Prada-Monopacks, der iPod, weiß wie frischgefallener Schnee, kein Mensch, gar keiner.

Link | 6. Januar 2003 | .txt
  


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aber in aller ruhe

hamburg-bahrenfeld Aber eine ganze Weile. Aber ohne dir schlau vorzukommen dabei, weil die anderen, die Blöden, das nie mitkriegen. Nicht nach Haus. Nicht gleich. Muss noch nicht sein. Kannst es hinauszögern. Schaust deinen Atem an. Aber in aller Ruhe. Musst aber allein sein dabei. Bist sowieso allein. Machst dir aber nicht draus. Hast wenigstens Ruhe dabei. Brauchst gar nicht mehr. Na siehst.

Link | 3. Januar 2003 | .txt
  


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zäpfchen

intermarché, hamburg-bahrenfeld Wenn Mama anruft, sage ich immer, es ist alles in Ordnung, du musst dir keine Sorgen machen, aus dem Gröbsten sind wir doch raus. Dabei sage ich das nur, weil ich nicht noch öfter von Mama angerufen werden will, kannst dir nicht vorstellen, wie mich das nervt. Sie fragt sowieso immer nur, was jetzt mit Frank und ob Marcus endlich sauber ist und ob ich mir das alles nicht früher überlegen hätte können. Neulich ist mir aufgefallen, dass sie nie wissen will, wie es mir geht. Frank sowieso nicht, der kümmert sich ja noch nicht einmal um Marcus, die Weihnachtsgeschenke hab sowieso wieder ich kaufen müssen. Wenn das mit mir nicht mehr klappt, ist das schon okay so, aber dass er sich nicht einmal um seinen eigenen Sohn kümmert, finde ich so was von hart. Willst du nicht wissen, wie es Marcus geht, hab ich ihn gefragt, und er hat echt die Frechheit, gar nichts drauf zu sagen. Am liebsten würde ich ihm Marcus einfach vor die Tür setzen, soll der Herr doch sehen, wie er klar kommt. Scheisse, man macht das ja doch nie. Der würde ihn glatt erfrieren lassen. Aber ich, ich kann's ja. Und wenn ich dann fertig bin, zick ich natürlich rum und bin die Frustrierte und brauch mich gar nicht wundern, wenn er keine Böcke mehr hat auf mich. Was hätt ich denn tun sollen? Er hat doch Marcus selbst gewollt, und wie, hat er doch die ganze Zeit behauptet, und ich war's doch, die Angst hatte. Wir schaffen das schon, sagte er, wär doch gelacht. Aber ein Vierteljahr nach der Geburt soll ich wieder dauernd mit ihm ins Bett gehen, obwohl mir permanent die Brüste wehtun vom Stillen. Weiß er ja nicht, wie weh das tut, die ersten Sekunden, bis das einschießt. Manchmal, hab ich Lust, Marcus zu nehmen und an die Wand zu klatschen, einfach so, weil ich nicht mehr kann, aber ich hör schon auf, tut mir leid, dass ich dir den ganzen Scheiß reindrücke. Mit mir ist echt nichts mehr los. Ich komm da einfach nicht drüber weg, dass der sich einfach nicht mehr blicken lässt und nicht einmal seinen Sohn sehen will, und ich kann ihm das nicht einmal sagen, weil er dann eh wieder nur denkt, dass ich nur eine Frustfresse bin, seine Wort, jetzt ziehst du schon wieder deine Frustfresse und ob ich nicht einmal ein anderes Gesicht machen kann, aber wenn ich mich dann bemüht hab, wollte er gleich wieder, unfassbar, manchmal hab ich mich direkt danach gesehnt, dass Marcus wieder aufwacht und schreit, nur damit es sowieso nicht in Frage kommt, dass wir was tun. Und weißt du, was er dann gesagt hat, du kannst ihm doch, hat Frank gesagt, ungelogen, du kannst ihm doch so ein Schlafzäpchen in den Arsch stecken, dass der durchschläft, das geht doch nicht, dass wir uns jedesmal von dem Kind rausschmeißen lassen müssen, das kannst du doch nicht verlangen von mir. Du weißt ja gar nicht, wie sehr ich mich freue auf dich, ich hol dich dann vom Bahnhof ab, ja, ich weiß, dass ich das nicht muss, aber ich will eben, und erzähl bloß Mama nichts davon.

Link | 3. Januar 2003 | .txt
  


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An diesem Abend versuchten wir, einander zu erraten

piccolino, hamburg-winterhude Jeder hatte einen Zettel mit einem Namen gezogen, wir waren vierzig, vielleicht ein paar mehr oder weniger, ich habe nie durchgezählt, und sowieso habe ich sie nie alle gekannt, manche waren nur Körper, die mir beim Kaffeeholen im Weg standen, hallo, das war's auch schon. Außerdem hatten wir beschlossen, ging per Email rum, dass es nicht mehr als zehn Euro sein sollten, mir ging das auf den Senkel, ich lasse mir doch nicht Kleinlichkeit vorschreiben. Eine Stunde, ehe es losging, schob die Hälfte der Frauen ab, nach Hause zum Aufbrezeln, schwarze nicht ganz blickdichte Blusen oder jedenfalls schwarze Ausgehblusen, mir war das schon letztes Jahr ein wenig verzweifelt vorgekommen, ich meine, es waren doch nur wir, die sich da trafen, vierfünftel Frauen, und die Typen, waren entweder vergeben wie K. und ich oder schwul, und für den einen neuen Aushilfsgrafiker, das zahlte sich wirklich nicht aus, obwohl ich tatsächlich gespannt war, wer sich an ihn heranmachen würde. Es hatte Zeichen gegeben in den Tagen davor, plötzlich war wieder der Grunge ausgebrochen, bloß weil er nach Rockismus aussah, liefen drei von uns auf einmal ganz anders als sonst durch die Flure, kein Prada mehr, da geht was, dachte ich, mal sehen. Das Lustige war natürlich, dass derjenige dann den ganzen Abend lang nicht bei denen saß, sondern bei ganz anderen Frauen, ich glaube, so muss man das auch machen, fand ich gleich gut. Wie auch immer, ich hatte gleich beim Kommen mein Geschenk, deutlich teurer als 10 Euro, in den Sack gesteckt, und dann saß ich an einem Tisch mit den üblichen Verdächtigen, ganz hinten, die Leute, die sich für eine Weihnachtsfeier nie im Leben aufbrezeln würden und alles ein wenig piano nehmen, Coolness-Elite eben, man weiß ja, was man sich schuldig ist: bei der Rede, die dann gehalten wird, ein wenig die Augen verdrehen und sich nicht gleich ums Buffet schlagen, aber dafür schon mal drei Flaschen Wein bergen. Alles wie immer eben, auch das Buffett, italienische Antipasti, die einem gleich wie ein Mittachziger-Gedächtnisgedeck vorkamen, ich ging ein wenig herum mit meiner Digi und fotografierte sie alle, bis auf die eine, die sich nie fotografieren lässt, und ein paar umarmten sich vor meiner Kamera. Dann begann der Julklapp, die Namen wurden aufgerufen, ich bekam einen Aschenbecher, weil ich bekanntlich viel rauche, und irgendwie war ich ein wenig säuerlich darüber. Da ist ja gedacht worden, sagte ich, aber der Aschenbecher war von Habitat, der oder die hatte sich das nämlich gleich im Laden einpacken lassen, wahrscheinlich, damit ich nicht gleich denken musste, wie völlig geschmacksbefreit das war, und nach einer Minute war es auch wieder okay so, man wusste ja nicht, wer sich das ausgedacht hatte, konnte gut sein, einer von den Leuten, für die mir auch nicht das Geringste eingefallen wäre, was soll's. Ich bin dann knapp nach eins zu Hause gewesen, musste ja am nächsten Morgen früh raus.

Link | 16. Dezember 2002 | .txt
  


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das leben der kinder

parkplatz, hamburg-bahrenfeld Sie stehen da und warten. Es ist saukalt, aber sie können nicht nach Hause. Sie würde doch wieder nur sagen, dass es nicht geht, dauernd Grand Theft Auto zu spielen, und wenn sie gewusst hätte, dass da so viel Blut dabei ist, hätte sie das sowieso nicht erlaubt, aber dafür soll er wenigstens eine Stunde am Tag an die frische Luft gehen. Er hat seinen Freund abgeholt und nun stehen sie in der frischen Luft und wissen nicht weiter. Sie könnten sich etwas zum Naschen kaufen, aber sie haben das Geld schon ausgegeben, das nächste gibt es erst am Montagmorgen, tut mir leid, sagt sie, wenn du dir das nicht einteilen kannst, aber ich hab dir das schon so oft gesagt. Vielleicht kommt ja jemand und vergisst, seinen Euro aus dem Pfandschlitz zu ziehen. Es kommt keiner, aber etwas Besseres fällt ihnen nicht ein. Eine Stunde müssen sie noch.

Link | 15. Dezember 2002 | .txt
  


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montag, 15.00

massagebank, hamburg-eppendorf Ich ziehe meine Schuhe, meine Jacke und mein Hemd aus, ich lege mich auf die Massagebank, ich stecke mein Gesicht in das Loch am Kopfende, sie fragt, wie es mir geht, heute ganz mies, sage ich oder ganz gut oder diesmal besser, je nachdem, wie es mir geht, sie sagt, dass sie kalte Hände hat, jedesmal hat sie gesagt, dass sie kalte Hand hätte, aber immer waren sie warm, sie beginnt immer an derselben Stelle, rechts vom dritten Brustwirbel, an der Stelle, wo der Schmerz sich verkapselt hat, sie sucht sich einen Muskel aus, legt ihre Fingerkuppen darauf, beginnt den Muskel zu dehnen, ja sage ich, genau da, sie soll wissen, dass sie meinen Schmerz kennt, sie wandert die Muskelfasern entlang, und es ist, als würde sie mit meinem Schmerz reden, ach ja, sage ich, ergeben, die Genauigkeit, mit der sie mich erkennt, verwundert mich jedesmal aufs Neue, tut es weh, fragt sie, nein, sage ich, es ist gut so, ich gebe ihren Fingerkuppen nach, manchmal sprechen wir dabei, ich durch das Loch im Kopfende der Massagebank, sie in meinem Rücken, wir unterhalten uns über die erstaunliche Gelehrigkeit und das Gedächtnis von Muskeln oder über die Alten, die zweimal in der Woche kämen, damit ein Mensch sie berühre, und einmal hat sie mir auch von den Ehen erzählt, die sich hier schon ergeben hätten, eine hält schon elf Jahre lang, manchmal steht sie auch hinter meinem Kopf und zieht ihn kaum merklich aus dem Rumpf, ich muss achtgeben, damit ich es überhaupt bemerke, sie steht da, ihre Finger wie eingehakt knapp unter meinen Ohren, ich kann sie atmen hören dabei und atme mit ihr, und ihr Atem roch das letzte Mal ein wenig nach Milch, jetzt sind Sie erlöst, sagt sie, ich bedanke mich, bis nächsten Montag, sagt sie und geht aus dem Raum, ich stehe auf, ziehe mein Hemd, meine Schuhe und meine Jacke an, sicher hat sie mir beim ersten Mal ihren Namen genannt, aber ich habe ihn wieder vergessen.

Link | 12. Dezember 2002 | .txt
  


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all boys believe anything

Sie saß den ganzen Abend in ihrem grauen Minusgradepullover da und rauchte und lachte viel, und jedesmal, wenn man das für eine Art Aufforderung hielt, sah sie auf der Stelle ein wenig erschrocken aus, Paddy McAloon, erzählte sie, ist der einzige Gentleman gewesen, den ich je getroffen habe, leider hat er diese Augenkrankheit, kann kaum noch sehen, im Lift nahm er aus einem Beutel eine Lupe, damit er den Knopf für die richtige Etage drücken drücken konnte, und dann habe ich ihm gesagt "I am so proud to promote you", und Paddy McAloon sagte: "But I am so proud to have you", und dann erzählte sie noch, dass sie kosmetiksüchtig wäre, früher hätte man sie Sweet Campy genannt.



Link | 12. Dezember 2002 | .txt
  


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coverstory

Am Donnerstag, sagte er, habe ich meine erste Titelgeschichte und ich bin schon ganz aufgeregt & ich dachte, noch etwas, was du nie wieder haben wirst, ausgelutscht wie du jetzt bist, diese zwei, drei Tage vorher, bis das heft endlich aus der druckerei da ist, und dann guckst du das an und dir fallen immer noch ein Dutzend Fehler auf, aber dein Name steht drunter und ein paar Monate vorher dachtest du noch, sie würden dich feuern, aber dann hast du, weißt gar nicht wie, den Dreh rausbekommen, doch nach der vierten, fünften Titelgeschichte hast du dich nicht mehr groß dafür interessiert, konntest du jetzt, kanntest jeden einzelnen deiner öden Tricks & oh wie toll, sagte ich, gratuliere, das ist ja großartig & lass uns mal wieder treffen, sagte er, bei Jochen, ich hab eine Flasche Whiskey gewonnen bei so einer Wette, und Jochen hat die ganzen neuen Playstationspiele und lass uns den Whiskey saufen & ja gern, sagte ich, ruf mich einfach an, gerne.



Link | 12. Dezember 2002 | .txt
  


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pferd

gebrauchsanleitung, pferd, wäscherei, hamburg-bahrenfeld Manchmal bleiben Bilder übrig, man kann sich nicht mehr erinnern, wie sie sich gefunden haben, dann hängt man sie auf, wo sie nicht weiter stören, es wird sie schon jemand sehen, der mit ihnen etwas anzufangen weiß.

Link | 9. Dezember 2002 | .txt
  


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kein spass

rtl2, nachtprogramm Nachts verstellt sich das Fernsehen nicht mehr, die Leute hacken SMS-Botschaften in ihre Mobiltelefone, Laufbänder mit wahren Empfindungen ziehen über die Bildschirme, davor sitzen die Absender und gucken nach, was sie geschrieben haben, läuft alles so weg.

Link | 9. Dezember 2002 | .txt
  


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plaza

plaza hotel, weihnachtsbeleuchtung, hamburg-dammtor Früher, hat man mir erzählt, sind vom Plaza viele Selbstmörder gesprungen. Ich habe nicht nachgeprüft, ob das stimmt oder ob das Plaza nicht einfach nur den Wunsch hervorruft, sich zu töten. Wenn jemand in einer Nacht vor der Weihnacht diesem Wunsch nachgäbe, was man sich leicht vorstellen kann, sähe man eine schwarze Silhouette, zwischen zwei Lidschlägen vor einem Sternschnuppenschweif in die Tiefe rasend, einer ausgebrannten Sternschnuppe gleich.

Link | 9. Dezember 2002 | .txt
  


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valentino

filmplakat, disclaimer, wäscherei, hamburg-bahrenfeld Es war Samstagnachmittag, ich saß in der Wäscherei, weil die Waschmaschine kaputt gegangen war. Während ich auf die Wäsche wartete, fiel mir ein, dass man in den 80er Jahren Waschsalons nachgesagt hatte, man könne in ihnen Menschen kennen lernen, mit denen sich Geschichten beginnen ließen. Es waren aber nur Arme da, die schon mit ihren eigenen Geschichten nicht zurande kamen. Ein Paar schaffte es nicht, die Schleuder in Gang zu bringen, der Mann warf erfolglos immer weitere Münzen in den Automaten, der alle Maschinen im Raum steuerte und keine Rückgabefunktion besaß, die Frau zeterte ihm aus ein paar Metern Entfernung zu. Sie hatte einen so unproportional großen Hintern, dass mir der Gedanke kam, sie wäre falsch verschraubt worden, wahrscheinlich aber wirkte der Hintern nur deswegen so prall, weil er in einer dieser Jeans steckte, die für die Armen vorgesehen sind. Auf einem Ledersofa saß ein Mann und studierte die ganze Zeit über eine Schweizer Straßenkarte, die aus irgendeinem Grund zur Waschsalon-Lektüre gehörte, wie das Mitteilungsblatt einer Kirchengemeinde und ein Konsalik-Roman. An den Wänden über den Waschmaschinen waren Gebrauchsanweisungen und Befehle angeschlagen, dazwischen hingen Poster, zu mehr reicht es nicht für Menschen, die nicht einmal eine Waschmaschine besitzen. Auf einem Filmplakat umarmte ein nackter Schauspieler eine nackte Schauspielerin, noch eine Geschichte, die nicht losging.

Link | 9. Dezember 2002 | .txt
  


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neun live

neun live, nachtprogramm Nachts lag er vor dem Fernseher und sah nach, wie weit sie gingen. Er hatte es im Gefühl, dass irgendwann einmal, falls er nur lange genug durchhielte, die Kamera draufbleiben würde, wenn sie die Beine auseinanderklappten. Noch war es nicht so weit, aber sie legten es darauf an, auch wusste er, sie rechneten mit Leuten wie ihm, die den Augenblick nicht versäumen wollten. Gegen zwei waren sie fast so weit. Eine Frau lag im Gras, noch tropfnass am Schwimmbeckenrand oder auf einem weißen Sofa, klappte die Beine auseinander und streichelte sich einen Atemzug lang. Jetzt, dachte er und fuhr aus dem Liegen hoch, doch wenn er vor dem Bildschirm saß, das Gesicht nicht einmal zehn Zentimeter von der Frau entfernt, um zu kontrollieren, ob er es wirklich gesehen oder es sich nur eingebildet hatte, war die Kamera längst anderswo.

Link | 9. Dezember 2002 | .txt
  


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die verdammten dieser erde

fanon, die verdammten dieser erde Ich las eines dieser Bücher wieder, von denen ich mir damals meine Gymnasiastenwut hochputschen ließ, es ging darin um die Massaker, die in den Kolonien veranstaltet wurden, und wie der Autor, ein revolutionärer Psychiater, war auch ich davon überzeugt gewesen, dass die herrschende Klasse ein Blutbad verdient hätte. Dabei hatte sie mir, sagte ich mir beim erneuten Lesen, auch damals nie etwas Schlimmeres angetan als manchmal Taschengeldentzug.

Link | 9. Dezember 2002 | .txt
  


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die verdammten dieser erde

fanon, die verdammten dieser erde Immer häufiger kam es vor, dass ich kaum angefangene Bücher wieder weglegte, weil ich dachte, ich müsse mir jetzt meine Rückenschmerzen besser einteilen.

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